Vita

Andreas Wolf: Journalist, Redakteur, Medienmensch

Von 2010 bis 2019 habe ich als Journalist gearbeitet, vereinzelt und zeitlich ohne Überschneidung in der PR (ja, ich trenne das strikt) – größtenteils freiberuflich. Am liebsten themenübergreifend, crossmedial und audiovisuell. Immer mobil. Immer social.

Wie die meisten der zahlreichen Kolleginnen und Kollegen, die ich in dieser Dekade kennenlernen durfte, habe ich „klassisch“ angefangen: als schreibender Hospitant und Reporter für die Lokalzeitung „von nebenan“. Professionell gestartet bin ich damit für die AZ und die Verlagsgruppe Rhein Main (VRM) in Mainz während des Studiums. Rund 5 Jahre themenübergreifende Berichterstattung über lokale Lowlights und Highlights – also das, was manche Journalisten als „von der Pike auf gelernt“ bezeichnen.

Arbeiterkind, trotzdem Journalist (#VitaminE wie Engagement)

Mein Studium habe ich früh und gezielt genutzt, um möglichst viele und vielseitige Bereiche des Journalismus kennenzulernen: Zeitungen, Verlage, Radio, Fernsehen, Online – schreiben, filmen, schneiden, vertonen. Bei einer Digitalagentur, die auf audiovisuelle Medienproduktionen spezialisiert ist, gewann ich erste Einblicke in die PR. Es folgten viele weitere.

Redaktionelle Ausbildung: vielseitig und einzigartig

Journalismus gelernt habe ich über mehrere Jahre hinweg in mehreren Redaktionen (öffentlich-rechtlich, privat), an der Uni Mainz (Publizistik, Medienwissenschaften) und zweisprachig an der Uni Abat Oliba in Barcelona (International Journalism). Also praktisch und theoretisch auf wissenschaftlicher Basis.

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Mein großes Ziel war lange Zeit eine Ausbildung über ein Volontariat oder eine Journalistenschule, weil mir einige erfahrene Journalisten nahelegten, dass es wichtig sei, diesen klassischen, meist noch üblichen, aber nicht nötigen Weg der Ausbildung vorweisen zu können.

2016 bewarb ich mich bundesweit und monatelang für Volos, um meine Chancen auszuloten, durchlief über mehrere Monate hinweg die meisten Auswahlverfahren größtenteils sehr erfolgreich (u. a. bei MDR, WDR, BR, RTL, WeltN24), erlebte, sah, hörte und lernte dabei sehr viel – und erhielt auch Angebote für Volontariate. Aber ich lehnte ab.

Ein Angebot für eine Festanstellung als Redakteur lockte nach Berlin. Nach zuvor bereits fünf Jahren vielseitiger, crossmedialer Praxiserfahrung plus publizistischer Ausbildung an Unis erschien mir der Mehrwert eines 18monatigem bis zweijährigen und schlecht bezahlten Volo letztlich als zu gering. Bereut habe ich diese Entscheidung nie. Im Gegenteil: Rückblickend halte ich Volontariate aus Sicht angehender Redakteure für unnötig und überschätzt, sofern (junge) Journalistinnen bereits einiges an Berufserfahrung mitbringen. Ist das nicht der Fall, können Volontariate bestimmt auch eine sinnvolle Zeit sein.

Es wäre zeitgemäß und wünschenswert, wenn sich zeitgemäße, praxisnahe Ansichten zur journalistischen Ausbildung und zum Thema Volontariat flächendeckend in den Führungsetagen deutscher Redaktionen durchsetzen würden. Zumal meiner Erfahrung nach der Großteil an talentierten, leistungsfähigen und leistungsbringenden (Nachwuchs-)Journalisten ohne Vitamin B keine faire Chance erhält, Volontariate oder Plätze an Journalistenschulen zu ergattern.

War beim Axel-Springer-Verlag, trotzdem Journalist

In der „Medienhauptstadt“ Berlin habe ich den Boulevard ein kleines bisschen seriöser gemacht (ehrlich!) und unter anderem gelernt, dass… am besten drücke ich es wie folgt aus: neben Inhalten vor allem Performance zählt (#KPI).

Warum „Journalidealist“?

Weil ich viele journalistische Ideale in mir trage, für die es lohnt, einzustehen und die ich nie aufgeben werde – trotz aller Gesetze der Branche.

Was nie aus der Mode kommt: die gute alte Handwerksschule im Stile von Wolf Schneider, Bernd-Peter Arnold und anderen Vorbildern meiner journalistischen Arbeit. Die Blicke für Details machen den kleinen, feinen, entscheidenden Unterschied. Für Faktentreue ist immer Zeit, in jedem Satz, bei jedem Wort – selbst bei Online-Medien. „Have it first. But first have it right!“ (Zitat einer meiner Lehrmeister). Dieser Anspruch führt im stressigen Online-Geschäft zu noch mehr Stress, aber das ist dann halt so. „Qualität kommt von Qual“, heißt es auch. Würde sich in vielen Redaktionen doch (noch) mehr um Inhalte gequält (statt mit Nebensächlichkeiten)… Denn: Wenn schon Journalisten sich nicht für ihre Beiträge quälen, warum sollten es dann die Zuschauer, Hörer oder Leser tun – und sich mit schlechtem Content herumschlagen, Zeit vergeuden?!

Handwerkliche Spezialgebiete:

  • verständlich texten
  • Fakten von Meinungen trennen
  • News produzieren
  • Sprachmanipulation erkennen
  • Beiträge frei von Geschwafel
  • crossmedial produzieren und optimieren
    (texten, filmen, schneiden, vertonen, redigieren, SEO)

Feinde: Füllworte im Allgemeinen, Sprachmanipulation im Speziellen, Floskeln, Klischees, Bürokratensprech, Adjektive, Synonyme. Synonyme!

Studierte Lieblinge:

  • Medienwirkung
  • Wahrnehmungspsychologie
  • Massenpsychologie
  • öffentliche Meinung
  • Nachrichtenproduktion
  • Mediengeschichte und Mediensysteme

Ja, dass es Rundfunkbeiträge gibt, hat gute Gründe.
Nein, Rundfunkbeiträge sind keine Steuern und keine Zwangsgebühren.
Nein, die GEZ gibt es nicht mehr. Eine GEZ-Gebühr auch nicht.


Dozent und Trainer für Medienkompetenz und Qualitätsjournalismus

Meine vielseitigen Erfahrungen, die ich bisher sammeln durfte in der Medienbranche, vor allem im Journalismus und in der PR, gebe ich selbstverständlich gerne auch weiter an Menschen, die daran interessiert sind – praxisnah, verständlich, kritisch, kontrovers, mit Augenzwinkern, auf Augenhöhe.

Bisherige Auftraggeber für meine Medientrainings (Auswahl):

Interesse an einem Medientraining? Schreiben Sie mir einfach.


Berufserfahrung außerhalb des Journalismus und der PR

Während, bevor und nachdem ich als Journalist oder in der PR gearbeitet habe, finanzierte ich mir das Leben ebenfalls mit vielseitigen Tätigkeiten (selbstverständlich ohne Interessenskonflikte, da ich als Journalist niemals zeitgleich für u. g. Auftraggeber in verwandten oder gleichen Themengebieten arbeitete).

Pharma-Industrie (neun Jahre)

  • gelernter Kaufmann für Bürokommunikation
  • Team-Assistent in der Arzneimittelzulassung (Drug Regulatory Affairs)
  • Projektmanager und Projektkoordinator in der Onkologie (Medical Affairs)
  • Medical Quality Governance, also Qualitätssicherung, u. a. eine Schnittstelle zur Compliance.

Markt- und Medienforschung (zwei Jahre)

  • Medien-Analyst (Online, Print, TV) und Codierer (Versicherungsbranche)
  • Projekt-Assistent in der Medienforschung

Sozialwesen (zwei Jahre)

  • Nachhilfelehrer in der Jugendhilfe
  • Zivildienst in einem Behindertenwohnheim

Marketing und Online-Marketing (rund ein Jahr)

  • Redakteur und Content-Manager für gesund.bund.de
  • Content-Produzent, Texter und Editor
  • Weiterbildungen zum Content-Marketing-Manager,
    u. a. bei Google Deutschland in Berlin.

Gastronomie

  • Tellerwäscher und Küchenhilfe

Handel

  • Gemüseverkäufer auf einem Bio-Markt (in Prenzlauer Berg, natürlich; Klischees wollen bedient und gepflegt werden)

Was noch? Persönliches:

  • (über)lebt in Berlin, vorher in Mainz und Barcelona – auch zum Studieren (irgendwas mit Medien und Menschen).
  • geboren in Frankfurt am Main
  • aufgewachsen in und um Frankfurt am Main
  • Fußballkarriere als Kreisligalegende (Highlight: Doppelpack gegen den OFC)
  • Musiker (solo und in Rockbands), nach eigener Einschätzung kein Rockstar.
  • ehrenamtlich engagiert in Jugendzentren (bei Veranstaltungen etc.)

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